DAS WITTNAUER HORN

Das Wittnauer Horn ist eine weltbekannte archäologische Fundstelle.

Erste Hinweise auf die Spuren früherer Besiedlung gab 1899 Jakob Heierli in seiner Archäologischen Karte des Kantons Aargau. Die ersten wissenschaftlichen Ausgrabungen standen 1934/35 unter der Leitung von Dr. Gerhard Bersu aus Frankfurt.

Sondierschnitte wurden systematisch angelegt und die aufgefundenen Schichten wissenschaftlich erfasst.

 

Die ältesten Spuren, die Bersu entdeckte, stammen vermutlich aus der Jungsteinzeit. Die vorgefundenen Kulturschichten beweisen die Besiedlung des Horns in der Bronzezeit, der Eisenzeit und der Römischen Epoche. Dass das Horn im Frühmittelalter zumindest zeitweise von Menschen besucht wurde, das weiss man aufgrund von datierbaren Keramikscherben.  

 

Seit Dr. Bersus Pionier-Grabung in den Vorkriegsjahren ist die Forschung auf dem Wittnauer Horn natürlich nicht stehengeblieben. 

 

Etwas unkontrolliert wurde 1979 eine Waldstrasse in die hochsensible archäologische Anlage gelegt. Glück im Unglück war dabei, dass Werner Brogli, Lehrer von Möhlin, dank dieser Schandtat acht spätmerowingische Silberdenare fand. Diese kleinen Münzen waren im 8. Jahrhundert  in Holland und Frankreich geprägt worden. 

Mehr zu den seltenen Münzen ist hier zu erfahren!  -->

(externer Link)

 

Ein sensationer Fund: die  acht spätmerowingischen Silber-Denare.
Ein sensationer Fund: die acht spätmerowingischen Silber-Denare.

 

Den aktuellsten Überblick über den Stand der archäologischen Forschungen auf dem Wittnauer Horn gibt die Info-Tafel der Aarg. Kantonsarchäologie, die im Herbst 2014 beim Hauptwall des Refugiums aufgestellt wurde.