Der Heimatlosenplatz

Bis ins Jahr 1931 gab es an der Grenze von Wittnau zu Anwil SO und Rothenfluh BL ein dreieckiges Stück Land von 63 Aren, das zu keinem der Anstösserkantone Aargau, Solothurn oder Baselland gehörte. Diese unwegsame Parzelle wurde in alten Karten als «In der Freyheit» oder «Heimatlosenplatz» bezeichnet. Der Überlieferung zufolge sollen sich hier Fahrende aufgehalten haben, wenn sie sich dem Zugriff der Polizei entziehen wollten.

 

 

Auf Landkarten und Plänen korrekt eingezeichnet ist der Heimatlosenplatz erst ab dem 19. Jahrhundert.

Ein Beispiel dafür ist der «Plan der Hoheitsgrenze der beiden Kantone Basel und Aargau» von 1827.  (Staatsarchiv Basel Stadt, Planarchiv, D 6.4 / Ausschnitt).     >>>

Das Niemandsland ist bezeichnet mit «In der Freiheit».
Das Niemandsland ist bezeichnet mit «In der Freiheit».

 

 

Interessante Details hat Michael Blatter in seinem Aufsatz «Der Heimatlosenplatz – staatenloses Land zwischen den Grenzen» zusammengetragen, der 2007 in der Zeitschrift für Geschichte «Traverse»(2007/2) erschien. 

Der Artikel kann im Internet unter diesem Link eingesehen werden:

 

http://retro.seals.ch/digbib/view?rid=tra-001:2007:2::129&id=browse&id2=browse1&id3=

 

 

Im Oktober 2018 sendete das Regionaljournal Aargau/Solothurn von Radio SRF1 einen Beitrag zum Heimatlosenplatz.

>>> Hier ist der Link dazu.

 

 

 

Des weiteren sei auf den Artikel im «Adlerauge» verwiesen.

(Jahrgang 1989, S. 29 ff.)

Hier kann er heruntergeladen werden.

Download
Heimatlosenplatz (Adlerauge 1989)
AA89_Heimatlosenplatz.pdf
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